Gestern am Abend bin ich aus Berlin zurückgekommen und total erledigt ins Bett gefallen. Wir hatten drei wirklich tolle Tage und ich habe die Zeit so richtig genossen. Anfang des Jahres war ich nicht wirklich begeistert von dieser Stadt, doch umso öfter ich dort bin (dieses Jahr war ich gleich 4 Mal dort) umso mehr mag ich Berlin. Ich musste erst warm werden, doch jetzt fühle ich mich in der deutschen Hauptstadt sehr wohl. Gemeinsam ging es also mit Mirela und Tobi am Sonntag zeitig in der Früh nach Berlin. Was wir dort gemacht haben verrate ich euch am Freitag. Heute geht es erstmal wieder um das Thema Hund, bzw. um das Thema Fliegen mit Hund. Wir haben uns ja für eine kleine Rasse entschieden, weil wir Tobi auch gerne mitnehmen möchten auf unseren Reisen und zwar als Handgepäck und nicht im Frachtraum. Natürlich nur wenn es auch Sinn macht. Im Februar zum Beispiel fliegen wir für zwei Wochen ins Warme und da bleibt der kleine Kerl bei den Schwiegereltern, denn einen 9 Stundenflug würde ich ihm nie antun. Außerdem wird es ihm vor Ort dann auch zu heiß sein, da ist er hier in Wien besser aufgehoben. Auf Kurzstrecke soll er uns aber sehr wohl begleiten, deshalb durfte er auch nach Berlin mit, denn ich wollte ihn so früh wie möglich an diese Situation gewöhnen bzw. mal schaue wie er sich so tut. Ich war anfangs doch etwas aufgeregt, weil ich ja nicht wusste wie Tobi reagiert, vor allem bei Start und Landung. Es ist aber alles gut gegangen und auch beim Fliegen ist der kleine Frechdachs sehr entspannt, deshalb wird er ganz bestimmt wieder mitkommen, wenn die Möglichkeit besteht und es wie gesagt Sinn macht.
Da man doch ein paar Dinge beachten muss, dachte ich mir, ich verfasse dazu einen kurzen Beitrag mit den wichtigsten Punkten.

Wie schwer und groß darf der Hund sein? 

Prinzipiell darf ein Hund ja immer mitfliegen, wenn er gesund und genügend Platz im Flieger ist. Es kommt jedoch auch immer auf die Größe und das Gewicht an, wo er “verstaut” wird. Der Vorteil von kleinen Hund ist nämlich, dass sie wenn sie nicht mehr als 8 Kilo wiegen, mit in die Kabine dürfen. Wie gesagt, das war auch einer der Gründe wieso wir uns für einen Jack Russell entschieden habe, denn ich wollte nicht dass mein Hund in den Frachtraum muss. Außerdem ist es es wichtig, dass der Hund in eine Tasche passt die folgende Maße hat – 55x40x23cm. Der Hund sollte sich darin gut bewegen können und es muss außerdem Platz für Wasser und Futter sein. Die Tasche wird dann während dem Flug unter dem Vordersitz verstaut. Anfangs hatte ich bedenken, dass dort genügend Platz für die Tasche samt Hund ist, doch es war absolut kein Problem. Ich habe die Tasche übrigens gleich am Anfang gekauft und Tobi von Anfang an daran gewöhnt, deshalb gab es da auch nie Probleme. Ein paar Leckerlis und schon sitzt er in der Tasche, die ich übrigens HIER bestellt habe.

Ticket, Reisepass & Kosten 

Wenn der Hund euch also auf Reisen begleiten soll, dann muss er auch angemeldet werden. Ich habe für Berlin ganz normal mein Ticket online gebucht und dann bei der Service Hotline angerufen und bekannt gegeben, dass ich mit Hund reisen möchte. Das ging recht flott und innerhalb von 5 Minuten hatte ich meine Bestätigung. Natürlich darf der Hund leider nicht kostenlos fliegen. Es wird sozusagen ein weiteres “Handgepäck” angemeldet und man zahlt pro Strecke ca. 50 Euro (abhängig von der Destination und Fluglinie). Am Flughafen hat man mir außerdem mitgeteilt, dass der Hund nach London und Dubai nicht mit dürfte, weil sie dort ziemlich streng sind. Ich muss aber sagen, dass wären auch keine Destinationen, wo ich Tobi mitnehmen würde. Wichtig ist außerdem, dass euer Hund einen gültigen Reisepass besitzt und geimpft ist, denn sonst darf er nicht mit. Den bekommt man aber bei jedem Tierarzt und ich glaube mittlerweile besitzt sowieso fast jeder Hund so einen Pass, oder?

Was muss ich vor der Abreise beachten. 

Wichtig ist dass ihr vor der Abreise auch dem Tierarzt noch einen Besuch abstattet, damit ihr auch sicher gehen könnt, dass der Hund gesund und bereit für den Flug ist. Meisten gibt es im Reisepass eine Seite, wo der Tierarzt angibt, dass der Hund fliegen kann. Dann ist wichtig, dass ihr eine passende Tasche besitzt und alle wichtigen Dinge für den tierischen Begleiter bei der Hand habt. Man darf natürlich trotzdem ganz normal ein Handgepäck mithaben und hat somit genügend Platz. Ich habe Tobi Leckerlis, einen kleinen Wasserbehälter, einen Kauknochen und ein Spielzeug eingepackt. Sicherheitshalber hatte ich auch noch einen Beißkorb mit, denn man weiß ja nie. Ja und dann konnte es auch schon losgehen, ich bestellte ein Taxi (achtung auch da immer Bescheid geben, dass ihr mit Hund reist) und schon konnte es zum Flughafen gehen.

Ablauf am Flughafen.

Am Flughafen gebt ihr ganz normal euren Koffer beim Schalter auf. Die Mitarbeiter waren übrigens so super freundlich(und das um 6 Uhr in der Früh)  und meine Nervosität war sofort verschwunden, was sich natürlich auch positiv auf Tobi auswirkte. Er begrüßte jeden und hat sich richtig wohl gefühlt – ja ich muss auch ehrlich zugeben er war auch das Highlight an diesem Morgen am Flughafen, jeder war begeistert von ihm. Der Mitarbeiter begleitete uns dann zu einem anderen Schalter, wo Tobi sein Ticket bekam und ich für ihn bezahlte, dann ging es zur Sicherheitskontrolle. Toll fand ich, dass er erst vor dem Einsteigen in den Flieger in seine Box musste. Bei der Sicherheitskontrolle ist der Ablauf immer ganz unterschiedlich. In Wien gibt es ein eigenes Gerät mit dem der Hund untersucht wird, oder aber man gibt ihn einfach in die Tasche und er muss ganz normal wie das andere Handgepäck durch die Sicherheitskontrolle. Die Angestellten am Flughafen waren super freundlich und haben mir alles genau erklärt und ich muss echt sagen, ich habe mich richtig gut aufgehoben gefühlt. In Berlin durfte Tobi einfach so durch die Sicherheitskontrolle, also er musste nur durch den Metalldetektor laufen. Auch dort waren die Menschen alle sehr freundlich. Ja und dann vor dem Boarding ging es für Tobi in die Tasche, ich locke ihn dann meistens mit einer Karotte oder Banane. das liebt er und damit ist er eine Zeit beschäftigt. Ein weiterer Vorteil, wenn man mit Hund fliegt, man hat immer einen Fensterplatz, denn es ist Pflicht, dass man dort mit dem Hund sitzt.

Da jeder Hund anders reagiert, ist  es sicher keine schlechte Idee, wenn man es mal auf einer kurzen Strecke probiert und schaut wie sich der Hund tut. Beruhigungstabletten oder so hatte ich nicht dabei, da mein Tierarzt meinte, dass es nicht nötig ist und da hatte er auch in Tobis Fall recht. Start und Ladung waren übrigens auch gar kein Problem, denn ich habe den kleinen Kerl einfach mit ein paar Leckerlis abgelenkt und das hat sehr gut funktioniert.