Da meine Beiträge zum Thema Hund so gut bei euch ankommen, gibt es heute gleich den nächsten und zwar geht es um meine ersten 2 Wochen ohne den kleinen Tobi. Wenn man sich einen Hund zulegt muss man natürlich schon im Vorhinein überlegen, ob man jemanden hat der auf den Vierbeiner aufpasst, während man die Welt bereist. Für mich ist eigentlich von Anfang an klar gewesen, wenn ich verreise “muss” der Zwerg einfach mit, denn mein kleiner Mann soll auch etwas von der Welt sehen. Außerdem möchte ich ihn nur ungern “abschieben” und einfach immer dabei haben. Natürlich ist aber nicht jede Destination bzw. jede Reise für den haarigen Begleiter geeignet. Man muss sich überlegen möchte man dem Hund den Stress antun, was ist geplant und welche Temperaturen erwarten mich.
Wenn ich zum Beispiel beruflich verreise und nur eine Nacht unterwegs bin, bleibt Tobi zuhause, denn das wäre einfach zu stressig für ihn. Da ich meistens alleine fliege, bleibt er dann einfach bei meinem Freund oder meine Mama spielt Babysitter. Als wir unseren  Mauritius Urlaub gebucht haben, war für mich klar da kann er einfach nicht mit. Tropische Temperaturen und ein 10 Stundenflug ist nichts was ich meinem Hund zumuten möchte. Also wurde auch Tobi in den Urlaub geschickt und hat 2 Wochen bei den Schwiegereltern verbracht.

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Anfangs hatte ich irgendwie ein ganz eigenartiges Gefühl, wenn ich daran gedacht habe, den kleinen Mann einfach dazu lassen. Ich weiß nicht wieso, denn ich wusste ja, dass er bei den Schwiegereltern, die Hund und Garten haben gut aufgehoben ist. Bis jetzt war ich aber einfach nie länger als 3 Nächte von Tobi getrennt. Wenn man eigentlich jeden Tag 24 Stunden miteinander verbringt und an den flauschigen Kerl einfach schon so gewöhnt ist, kann die Trennung nicht so leicht werden. Da ich aber weiß, dass ein Hund einfach alles spürt, habe ich versucht ganz locker und ruhig zu sein, damit sich die Nervosität oder Traurigkeit nicht auf ihn überträgt. Der Abschied war leichter als gedacht, denn ich habe nur gesehen wie Tobi im Garten herum gedüst ist und gleich mal sein Revier markiert hat – ich wusste hier wird er sich sehr wohl fühlen.

Im Urlaub ist es mir eigentlich gut gegangen damit. Täglich haben wir Updates bekommen und ja klar denkt man sehr viel an den Hund, aber da man doch sehr viel unternimmt, hat man auch nicht ganz so viel Zeit. Immer wenn das Handy bei mir oder meinem Freund geläutet hat, mussten wir uns sofort anschauen was Tobi denn nun schon wieder erlebt hat. Es war auch sehr schön zu sehen, dass es ihm gut geht, er brav ist und so eine tolle Zeit hat. Sehnsucht hatte ich aber schon alle paar Tage und dann wurden die Fotos am Handy angeschaut. Doch es tut auch gut ein bisschen Pause zu haben, denn wenig Arbeit ist ein Hund ja nicht – Kein Gassi gehen juhu. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass ich persönlich lieber Arbeit mit einem Hund habe, also ewig von im getrennt zu sein.

Umso schöner war dafür das Wiedersehen. Irgendwie hatte ich Anfangs ein bisschen Angst davor, denn man weiß ja nie wie ein Hund reagiert. Ist er beleidigt, möchte er nicht mehr mit einem mitgehen oder freut er sich. Während dem ganzen Flug bin ich schon ganz hibbelig gewesen und konnte es gar nicht mehr erwarten Tobi in die Arme zu schließen. Ich habe mich wirklich noch nie so sehr auf das Heimkommen gefreut wie dieses Mal. Am liebsten hätte ich meinen Freund beim Gepäcksband stehen gelassen, nur um schnell zu meiner Fellnase zu laufen. Die ersten zwei Sekunden, hat Tobi glaub ich nicht ganz gecheckt was jetzt passiert, aber als er mich erkannt hat war die Freude groß. Es ist echt der schönste Moment wenn man den Hund nach 2 Wochen wieder drücken kann und so schön der Urlaub auf war, nachhause kommen zu Tobi war noch viel schöner.

Tobi war in den Wochen sehr brav und die Schwiegereltern wollten ihn gar nicht mehr hergeben. Es ist schön zu wissen, dass der Hund keinen Trennungsschmerz hatte und dass auch er die zwei Wochen in vollen Zügen genossen hat.

Auch für die Zukunft gilt auf Langstrecke und wenn es in ganz heiße Gebiete geht bleibt Tobi hier. Außer ich bleibe mal länger als ein Monat im Ausland, aber das ist eigentlich in naher Zukunft nicht geplant. Auf Kurzstrecke möchten wir bzw. ich ihn öfter mitnehmen, denn es ist einfach wunderschön wenn man den (tierischen) besten Freund an seiner Seite hat. Im Sommer wollen wir wieder surfen fliegen und da soll der kleine Kerl mitkommen. Da wir wieder Portugal ins Auge gefasst habe und es dort auch nicht zu heiß ist, sollte das auch klappen. Noch ist da aber nichts geplant und mal schauen wohin es uns verschlägt.
Ende Mai steht aber der nächste Kurztrip an und da kommt Tobi das erste Mal mit ans Meer. Ich bin schon ziemlich gespannt wie es ihm gefällt und kann es gar nicht erwarten mit meinem kleinen Zwerg auf Urlaub zu fahren. Das nächste Mal kann ich euch also dann erzählen wie es so ist, wenn man mit Hund Urlaub macht.

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