weizenfrei Brunchen

Was wäre ein Wochenende nur ohne ein ausgiebiges großes Frühstück. Ich liebe es am Sonntag auszuschlafen und mich dann in die Küche zu schwingen und ein Frühstück mit vielen Leckereien für mich und meinen Freund zu zaubern. Meistens tische ich viel zu viel auf, aber an diesen Tag lautet das Motto „kein Stress“ und somit haben wir alle Zeit der Welt für meine Lieblingsmahlzeit. Manchmal verlege ich das Frühstück sogar ins Bett, weil ganz ehrlich es gibt nichts besseres, als den ganzen Tag zu gammeln und zu frühstücken.
Unter der Woche frühstücke ich meistens etwas Süßes, doch am Wochenende müssen ein paar salzige Speisen her und da darf auch ein gutes Brot auf keinen Fall fehlen. Da ich aber versuche auf Weizen so weit es geht zu verzichten, war das eine Zeit lang doch etwas schwierig. Vor einigen Wochen ist mein Freund dann heimgekommen und hat mir ganz stolz verkündet, dass er die neue Weizenfrei Abteilung bei Merkur entdeckt und natürlich gleich mal ein Brot zum testen mitgebracht hat. Manchmal hört er mir also doch wirklich zu, wenn ich ihm mal wieder eine meiner neuen Ernährungsmethoden vorstelle. Ein paar Wochen später lud Merkur zu einem gemeinsamem Blogger-Frühstück ein, wo wir uns durch das weizenfrei Sortiment kosten durften. Ich muss sagen, dass die Brote und auch die Weckerln unglaublich gut schmecken. Vor allem ganz frisch könnte ich einen ganzen Laib Brot auf einmal verdrücken. Auch die Auswahl ist relativ groß und jeder wird hier bestimmt fündig. Es gibt sogar mein absolutes Lieblingsgebäck – Laugenweckerl. Fürs nächste Frühstück wurde dann auch schon fleißig eingekauft und natürlich wieder ordentlich aufgetischt.

berries&passion_weizenfrei-brunchen8

berries&passion_weizenfrei-brunchen2Viele werden sich jetzt sicher fragen, aber wieso kein Weizen? 

Immer wieder liest man, dass Weizen ungesund, ein Dickmacher und für viele Krankheiten verantwortlich ist. Eigentlich wissen wir das auch alle, doch Brot, Nudeln und Co. schmecken einfach viel zu gut um darauf zu verzichten. Ich habe schon vor längere Zeit angefangen Weißmehl aus meiner Küche zu verbannen. Ich gönne mir zwar auch ab und zu leckere Pasta oder eine Semmel, versuche aber die meiste Zeit eher zu Vollkornprodukten zu greifen.

Ein paar Fakten zu Gluten und Weizen   (* via weizenfrei)
  • Das Weizen aus der heutigen Zeit hat mit dem Urweizen gar nichts mehr zu tun und so enthält es bis zu 50% Gluten (Früher 5%).
  • In dieser großen Menge ist Gluten eine richtige Herausforderung für den Körper und so kann es zu Unverträglichkeiten und sogar Allergien kommen.
  • Viele Menschen können Gluten (=Klebereiweiß) nicht verdauen und es kann in diesem Fall zu Verdauungsproblemen, und Trägheit führen. Man spricht hier auch von Zöliakie.
  • Gluten fördert den Heißhunger
  • Weizen ist ein Dickmacher, denn es hat einen hohen glykämischen Index. Das bedeutet, dass wir sehr rasch Fett lagern und ständig hungrig sind.

Ich habe seit einigen Jahren eine Schilddrüsenunterfunktion und muss täglich meine Tabletten geben. Es handelt sich hierbei um keine schlimme Krankheit und in der heutigen Zeit sind sehr viele Menschen betroffen. Es können gewisse Hormone nur in einem geringem Ausmaß hergestellt werden und der Stoffwechsel kann nicht so arbeiten wie er eigentlich sollte. Vor einiger Zeit hat mir eine Bekannte, als Trainerin tätig ist und sich sehr viel mit diesem Thema beschäftigt, erzählt, dass ich doch mal versuchen solle Gluten wegzulassen denn diese seien besonders schlecht wenn man Probleme mit der Schilddrüse hat. Natürlich musste ich sofort einige Artikel darüber lesen und überall stand dass Gluten Gift für die Schilddrüse sei. Deshalb wird einem auch geraten sich auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten untersuchen zu lassen, denn Gluten kann da eine große Rolle spielen. Noch habe ich mich nicht getraut so einen Test zu machen, denn wer weiß was da alles dabei raus kommt, aber ich versuche seit einiger Zeit soweit es geht auf Gluten zu verzichten. Wobei ich sagen muss, dass es in der heutigen Zeit gar nicht so leicht ist, denn Gluten sind fast überall enthalten. Ich lese mir zwar die Inhaltsstoffe durch, bin hier aber nicht ganz so streng, weil es mir persönlich zu anstrengend wäre, bzw. ich es ja auch nicht ganz streng weglassen muss.
Vorerst lasse ich soweit wie möglich Weizen, Dinkel und Roggen weg, denn dort sind die meisten Gluten enthalten. Dank den weizenfrei Produkten von Merkur, muss ich aber nicht ganz auf Brot verzichten und kann am Wochenende wie bisher groß Frühstücken und mein Brot mit pochiertem Ei und Avocado genießen.
EDIT: Ich möchte hier auf keinen Fall sagen, dass ihr komplett auf Gluten verzichten sollt, wenn euer Körper es verträgt. Ich wollte euch hier nur meine Sicht schildern und wie ich das handhabe.

Für Zöliakie-Erkranke sind die Produkte aber leider nicht geeignet, da sie Spuren von Gluten enthalten können. Es wird aber intensiv daran gearbeitet, damit alle Produkte auch bald ganz glutenfrei sind.

berries&passion_weizenfrei-brunchen11

berries&passion_weizenfrei-brunchen1

berries&passion_weizenfrei-brunchen3

berries&passion_weizenfrei-brunchen10

berries&passion_weizenfrei-brunchen4

berries&passion_weizenfrei-brunchen6
berries&passion_weizenfrei-brunchen7
berries&passion_weizenfrei-brunchen5

– In Zusammenarbeit mit Merkur –

21 Kommentare

  1. Lena
    21/08/2016 / 12:51 PM

    Ich muss sagen, dass mich der Trend glutenfrei zu essen ein bisschen sauer macht, ich selbst habe Zöliakie und darf wirklich keine Spur Gluten erwischen und ganz ehrlich, alle die es essen dürfen, sollen doch bitte weiter ganz normal essen und sich diese Tortur nicht antun! Dass man seinen Weizenkonsum einstellt find ich absolut in Ordnung, aber wirklich komplett glutenfrei zu essen, obwohl es gesundheitlich möglich wäre finde ich einfach Blödsinn, man wird weder schlank davon, noch profitiert der Körper in irgendeiner Weise davon und wenn man sich mal die Inhaltsstoffe vieler glutenfreier Produkte ansieht, dann bleibt doch bitte bei eurer Weißmehlsemmel, die ist wenigstens nicht noch mit irgendwelchen chemischen Sachen belastet…
    Genießt es einfach euer Brot beim Bäcker kaufen zu können, in der Stadt beim Vorbeigehen schnell eine Breze zu kaufen, sein Sushi im Restaurant mit normaler Sojasoße essen zu können, im Urlaub schon die Hälfte des Koffers voll mit Lebensmittel zu haben, weil man nicht weiß inwiefern man etwas bekommt und einfach ganz normal essen gehen zu können ohne Angst haben zu müssen, dass die Soße oder ähnliches vll doch kontaminiert sein könnte!
    In deinem Fall liebe Nina ist es natürlich etwas anderes, wenn es dir mit der Schilddrüse wirklich besser geht, dann verzichte ruhig darauf, aber an alle anderen: esst einfach ganz normal!

    • Nina
      Autor
      21/08/2016 / 1:00 PM

      Hey Lena,

      ich verstehe dich da voll und ganz und ich will mit dem Beitrag auch gar nicht sagen, dass jeder auf Produkte mit Gluten verzichten soll, aber ich glaube so hast du es eh nicht aufgefasst :)
      Ich reduziere es ja auch nur und lasse Produkte mit viel Gluten weg. Ich wollte hier nur meine Sicht zu diesem Thema schildern, da ich schon das eine oder andere mal fragen dazubekommen habe. Ich kann mir vorstellen, dass es alles andere als einfach ist, wenn man Zöliakie hat. Ich sehe das nur immer bei meiner Cousine oder der Schwester von meinem Freund und da verstehe ich es wenn du sauer bist, wenn es Leute nur machen weil es Trend ist und da bin ich auch ganz bei dir, das finde ich genauso blöd.

      Liebe Grüße & einen schönen Sonntag
      Nina

      • Lena
        21/08/2016 / 2:01 PM

        Ich wollte dich auch auf gar keinen Fall angreifen, nur andere zum Denken anregen :)
        Liebe Grüße und dir auch einen schönen Sonntag

        • Nina
          Autor
          21/08/2016 / 2:05 PM

          Oh Gott nein, ich habe mich auch nicht angegriffen gefühlt :) Ich finde es super, dass auch jemand der komplett auf Gluten verzichten muss, seine Seite hier schildert und damit zum nachdenken anregt :)

          alles liebe Nina

  2. Julchen
    21/08/2016 / 1:32 PM

    Hallo Nina,

    mich würde interessieren, welche Zutaten denn in dem Brot verwendet werden. Ich sehe es ähnlich wie Lena, denn diese „Trend-Ernährungen“ können viel für die Menschen mit wirklichen Ernährungsproblemen kaputt machen. Ich selbst habe diverse Unverträglichkeiten und auch eine Schilddrüsenunterfunktion. Wenn man in einem Restaurant oder beim Bäcker nachfragt, was für Zutaten verwendet wurden oder ob Zutat xy vorhanden ist, wird man genervt angeschaut und einem erzählt, was man hören möchte. Inzwischen verzichte ich einfach komplett auf Sachen, wo ich mir nicht sicher sein kann, was drin ist, weil ich mir diese fiesen Kommentare in Richtung „du stellst dich aber auch an“ und „immer diese eingebildeten Unverträglichkeiten“ ersparen möchte. Dass man dann tagelang das Bad nicht verlassen kann, bekommt ja dann niemand mehr mit…außer der Familie oder dem Freund.
    Liebe Grüße

    • Nina
      Autor
      21/08/2016 / 9:14 PM

      Hey Julchen die genauen Zutaten weiß ich leider nicht auswendig aber die ROhstoffe und weitere Infos findest du auf deren Homepage: weizenfrei.co.at

      liebe Grüße
      Nina

      • Julchen
        22/08/2016 / 9:09 PM

        Vielen Dank liebe Nina :)

  3. 21/08/2016 / 1:39 PM

    Hallo liebe Nina,
    ich finde es sehr spannend das du das Thema gerade aufgreifst. Wir haben uns gerade vor dem Urlaub das Hörbuch Weizenwampe angehört – dort wird sehr viel zu diesem Thema erklärt, teilweise auch Punkte die du oben genannt hast.
    Seit knapp 2 Wochen essen wir auch Weizenfrei und verzichten teilweise auf Gluten – das aber nicht so streng, also einfach keine Nudeln, Brot, Kekse, Müsli, auch kein Dinkel, Roggen etc.. Ich kann natürlich Lena auch verstehen, wenn man wirklich komplett verzichten MUSS ist es wahrscheinlich unvorstellbar das manche das freiwillig machen. Wir haben uns auch gesagt, wir möchten das sicher nicht ein ganzes Leben durchziehen – aber einfach jetzt mal austesten um zu verstehen was mit dem Körper passiert. Ich finde es sehr wichtig das man sich mit seinem Essen beschäftigt und genau heraus findet was tut mir gut – von was bekomme ich Heisshunger – bei wieviel Kcal nehme ich ab und bei wie vielen zu. Ich finde das Thema einfach sehr spannend.

    Interessanterweise haben wir uns so auch viel gesünder ernährt, viel mehr zu Gemüse, Nüssen, Oliven usw. gegriffen als sonst und uns bemüht Saucen usw. frisch zu zubereiten. Ich finde man ist oft einfach zu bequem und stopft sich Brot oder Nudeln rein um einfach satt zu werden. Im Hörbuch wird auch abgeraten irgendwelche Glutenfrei-Ersatzprodukte zu verwenden weil diese oft ähnliche Wirkungen haben wie Gluten selbst. Vielmehr soll es darum gehen mehr auf natürliche Lebensmittel auszuweichen.

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at Photography/Lifestyle/Travel

  4. 21/08/2016 / 2:12 PM

    Hey Nina!

    Danke für deinen Beitrag und auch das Sichtbarmachen, dass der Weizen, der heutzutage angeboten wird, auch nichts mehr mit jenem zu tun hat, den wir damals noch essen konnten. Auch ich habe diese zu spüren bekommen, wie ich vor ca. 2 Jahren auf einmal und aus heiterem Himmel Neurodermitis bekommen habe. Da ich keine Kortison Salben verwenden wollte, schickte mich mein Hautarzt zu einer Kinesiologin, die mich daraufhin gleich ausgetestet hat. Das Ergebnis war natürlich keine Überraschung: ich durfte u.a. keine Milchprodukte und auch keinen Weizen mehr essen (Dinkel und Roggen waren aber OK).
    Ich hielt mich an den strengen Essensplan und siehe da: Nach nur 1 Monat waren die offenen Stellen verheilt und auch verschwunden. Mittlerweile habe ich den strengen Plan etwas aufgelockert und esse auch wieder Weizen, jedoch versuche ich diesen so gut wie es geht zu vermeiden.
    Ich hätte nie gedacht, dass man Krankheiten nur durch eine Ernährungsumstellung überwinde kann! Aber ich kann sagen es hat wirklich geholfen! Deshalb finde ich es auch toll, dass große Ketten wie Merkur diesen „Trend“ erkannt haben und auf weizenfreie Produkte setzen. Kannst du mir nur sagen, ob schon jede Filiale dieses Sortiment anbietet? Weißt du dies zufällig?

    Danke nochmal und alles Liebe

    **Ani**

    http://www.kingandstars.com

    • Nina
      Autor
      21/08/2016 / 9:13 PM

      Hallo Ani,

      soweit ich weiß sollte es die Produkte in den meisten Filialen geben. Ich war bis jetzt in 3 oder 4 unterschiedlichen und habe sie immer gesehen. Es gibt sie direkt an der Brottheke :)

      Liebe Grüße
      Nina

  5. 21/08/2016 / 2:52 PM

    Liebe Nina,
    erst einmal ein großes Lob: ich finde immer wieder, dass dein Blog einen Mehrwert für deine Leser bietet und alleine die Fotos verstärken diesen Effekt. :)

    Ich versuche auch so gut es geht auf Gluten zu verzichten, da ich einfach immer ein ungutes Bauchgefühl nach dem Essen habe (im wahrsten Sinne des Wortes). Es ist schön zu sehen, dass so viele Supermärkte mittlerweile eine Auswahl an glutunfreien Produkten geben. Leider konnte ich bisher noch kein frisches glutenfreies Brot finden, werde mich aber mal gezielt auf die Suche danach begeben.

    Liebste Grüße aus Köln
    Lynn | http://www.nexttolondon.com

  6. 21/08/2016 / 2:56 PM

    Das sieht ja sooooo lecker aus meine Liebe! Ich esse zwar schon Weizen, aber wenn ich weizenfreies Gebäck bekomme, dann greif ich auch dazu! :D Ich will auch Mal so ein Brunch zuhause machen, aber da ich heute arbeiten war, dann ging es leider nicht, aber schön, dass du dir die Zeit dazu genommen hast!
    Mit liebsten Grüßen
    Sandra von http://www.shineoffashion.com
    https://www.instagram.com/sandraslusna/

  7. 21/08/2016 / 7:39 PM

    Wirklich cool, dass dein Freund dir so gut zuhört :) Weizen gibt es bei mir auch so gut wie gar nicht, obwohl ich keine spezielle Ernährung habe, die mir das vorschreibt. Mir schmeckt einfach Dinkel- und Roggenmehl besser, sodass ich aus diesen selbst mein Brot backe, da ich dann die volle Kontrolle darüber habe, was im Brot drin ist – also keine Konservierungsstoffe und sowas. Aber gegen Gluten tue ich da natürlich nichts ;)
    Die Sache mit der Schilddrüse habe ich noch nie gehört, aber ich habe mich auch nie damit auseinander gesetzt. Dass du keinen Test gemacht hast, kann ich gut verstehen… manchmal meide ich Gänge zum Arzt auch, weil ich gar nicht sicher wissen will, dass ich mein Verhalten ändern MUSS. Lieber mache ich das auf eigene Faust und hoffe, dass ein bisschen Veränderung ausreicht ;)

    Darf ich mal Fragen, aus was Weizenfrei seine Backwaren herstellt? Das würde mich dann doch irgendwie interessieren, denn vielleicht kann man ja was ähnliches mal zum Test nachmachen, da ich die Produkte hier im Laden nicht bekomme.

    Liebe Grüße

    • Nina
      Autor
      21/08/2016 / 9:11 PM

      Hallo Tabea,

      die genauen Zutaten stehen soweit ich das sehe nur auf den Produkten drauf und ich habe gerade keines da, aber die ROhstoffe sieht man auch auf der weizenfrei.co.at Seite :)

      Liebe Grüße
      Nina

  8. Michala
    21/08/2016 / 9:00 PM

    Liebe Nina,
    ich liebe deinen Blog wirklich, aber diesen Post sehe ich leider etwas kritisch. Wie weiter oben in den Kommentaren schon erwähnt wurde ist Zöliakie für Betroffene wirklich nicht lustig.. Und man sollte froh sein, wenn man alles genießen kann ohne körperliche Beschwerden zu haben.
    Leider sind die Produkte von Merkur auf den ersten Blick einfach falsch gekennzeichnet.. Man freut sich unglaublich über frische Brötchen (die bekommt man als Zöliakie-Betroffene praktisch nicht) und dann steht wirklich unscheinbar auf der Verpackung, dass sie nicht glutenfrei sind.. Das war wirklich ärgerlich.
    Glutenfreie Produkte sind für ’normale‘ Menschen nicht gesünder, sie enthalten sogar meistens mehr Fruchtzucker als normale Produkte.. Doch die Medaille hat immer 2 Seiten, durch den Trend glutenfrei zu essen wird die Auswahl für Betroffene immer größer.
    Alles in allem soll man einfach ausgewogen essen und auf seinen Körper hören, aber nicht unnötig auf etwas verzichten :)
    LG Michaela

    • Nina
      Autor
      21/08/2016 / 9:09 PM

      Liebe Michaela,

      es ist ok dass du diesen Beitrag kritisch siehst, aber bitte lies ihn dann auch genau durch.:)

      1. steht auch hier im Beitrag dass die Produkte (noch nicht für Zöliakie-Betroffene geeignet sind, es wird aber daran gearbeitet. Ich gebe dir aber recht dass es ruhig größer gekennzeichnet sein kann, das stimmt. Man sieht es erst auf den zweiten Blick.
      2. Habe ich hier meine Seite erläutert. Ich verzichte 1. nicht 100% auf Produkte die Gluten enthalten, sondern habe lediglich meinen Weizen-Roggen-Dinkelmehl Konsum eingestellt bzw. verringert, weil diese Produkte die meisten Gluten enthalten UND weil ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe und Gluten da wie Gift sind. Ich verzichte also nicht darauf, weil es ein Trend ist, nur um das hier klarzustellen. :)
      3. Ich verstehe die andere Seite natürlich, das habe ich oben in einem anderen Kommentar schon geschrieben. Es ist mit Sicherheit nicht einfach, wenn man komplett auf Gluten verzichten muss.

      Alles Liebe
      Nina

      1. habe ich meine Seite hier näher erläutert :) Ich habe meinen Weizenkonsum minimiert, weil ich eine Schilddrüse

  9. 21/08/2016 / 10:47 PM

    Liebe Nina,
    ich hoffe, du nimmst mir meinen Kommentar nicht übel, leider kann ich hier meine virtuelle Klappe nicht halten, zu wichtig ist das Thema.
    Bei den „Fakten“ (Quelle: dein Werbepartner?) steht u.a.:
    „Gluten fördert den Heißhunger“
    – gibt’s dazu seriöse und vor allem eindeutige (!) Quellen? Die meisten Studien (und ich hab da in den letzten Jahren schon recht viel Recherchearbeit reingesteckt, weil mir persönlich wichtiges Thema) haben sehr viel „Interpretationsspielraum“ und sind häufig von Unternehmen finanziert, damit wertlos.

    „Viele Menschen können Gluten (=Klebereiweiß) nicht verdauen und es kann in diesem Fall zu Verdauungsproblemen, und Trägheit führen. Man spricht hier auch von Zöliakie.“
    – Viele?? Zöliakie betrifft rd. 2% der Menschheit. Das meiste Geld verdienen Unternehmen aber mit Leuten, die gar keine Glutenunverträglichkeit haben. Gemessen an der Seltenheit der Krankheit wird irre viel Geld mit dem Hype um glutenfreies Essen gemacht. Natürlich bilden sich die Menschen, die keine Zöliakie diagnostiziert bekommen, die Beschwerden nicht alle ein, aber die sind eben in den seltensten Fällen tatsächlich auf Gluten od. Weizen per se zurückzuführen sondern auf unterschiedl. Einflüsse unserer heutigen industriellen 1st world Ernährung. Zumindest gibt es keinerlei Studien, die „Glutenunverträglichkeit“ abseits der 2% Zöliakiekranken beweisen. Einzelne Bestandteile der Ernährung zu untersuchen ist generell problematisch, weil es auf den gesamten Körper so viele Einflussfaktoren gibt und es auch bei verschiedenen Weizenprodukten große Unterschiede gibt.

    „Weizen ist ein Dickmacher, denn es hat einen hohen glykämischen Index. Das bedeutet, dass wir sehr rasch Fett lagern und ständig hungrig sind.“
    Auch das ist eine Halbwahrheit, wie die meisten im vielzitierten Buch „Weizenwampe“ – das zu einem sehr großen Teil wissenschaftlich entkräftet wurde. Siehe dazu u.a. hier: http://www.aaccnet.org/publications/plexus/cfw/pastissues/2012/Pages/CFW-57-4-0177.aspx Der Typ hat aber viel Kohle gemacht mit seinem Buch. Und mit ihm die Glutenfrei-Industrie ;)

    Ich bin zwar selbst nicht Zöliakie betroffen, aber da ich beruflich und als Bloggerin so viel im Lebensmittelbereich arbeite, habe ich letztes Jahr noch eine Ernährungstrainerausbildung abgeschlossen, um hier ein halbwegs fundiertes Basiswissen zu haben, meine mich also mit diesem Thema zumindest ein bisschen auszukennen. Dennoch würde ich mich nie trauen solche „Fakten“ zu veröffentlichen, weil es sie einfach so, wie du sie hier schreibst, nicht gibt.

    Auch finde ich „eine Bekannte hat mir erzählt“ nicht gerade eine seriöse Quelle, wenn du schon Ernährung thematisierst – ein sehr, sehr komplexes, heikles Thema – wäre es vor allem angesichts deiner großen Reichweite dringend nötig, dass du vermeintliche Fakten nicht so sorglos publizierst. Ich hab GAR nix gegen Kooperationen, zumal du sie hier ja auch vorbildlich kennzeichnest, Daumen hoch dafür. Ich weiß auch, dass du als hauptberufliche Bloggerin deinen Lebensunterhalt mit dem Bloggen verdienen musst und vermute, obwohl ich dich nur ein bisschen kenne, dass du auch hin und wieder Angebote für bezahlte Beiträge ablehnst. Dennoch: Als Fakten verkleidete Werbephrasen, die dir ein Kooperationspartner zur Verfügung stellt, der ein kommerzielles Interesse an einer speziellen Botschaft (hier: Weizen ist böse!) hat, darf man auch bei Kooperationen kritisch hinterfragen und im Zweifelsfall ablehnen. Ich sehe das sogar als wichtige Pflicht einer Bloggerin, egal wie viel ein Unternehmen für einen Artikel bezahlt.

    Was du – oder irgendwer – meinst für dein Wohlbefinden essen/nicht essen zu müssen ist deine Sache, aber bei einem so heiklen Thema so unkritisch reine Werbeinhalte im Unternehmensinteresse zu übernehmen und als Opinion Leader an viele, viele Follower als „Fakten“ zu verbreiten, ist deiner einfach nicht würdig. Ich hoffe sehr, du kannst auch Kooperationspartnern in Zukunft ein Mindestmaß an kritischem Geist entgegenbringen.

    LG Lisa

    • Nina
      Autor
      21/08/2016 / 10:59 PM

      Um gottes Willen nein, ich nehme dir das nicht böse. Vor allem weil ich weiß wie viel du dich mit dem Thema Ernährung auseinandersetzt. Ich nehme mir dein Kommentar auf jeden Fall zu herzen und werde das auch fürs nächste Mal berücksichtigen.

      Ps.: Meine Bekannte, ist Trainerin und hat Sportwissenschaften studiert und beschäftigt sich sehr viel mit dem Thema Ernährung, nur als Zusatzinfo :)

      Alles Liebe
      Nina

      • 21/08/2016 / 11:11 PM

        Das wär dann als Zusatzinfo im Artikel schon wichtig gewesen, kann man als Leser ja nicht wissen. Danke für dein Verständnis und die Antwort, hab lang überlegt, ob ich überhaupt kommentieren soll, aber konnte es mir dann einfach nicht verkneifen. Bin froh, dass mein Kommentar nicht falsch angekommen ist, wenn er dir Mut macht, gegenüber einem Kooperationspartner, den du grundsätzlich und ganz unabhängig von einer Bezahlung magst (ich auch, bin sogar sehr großer Merkur Fan) trotzdem vorsichtig & kritisch zu sein, hat sichs schon ausgezahlt :) Schönen Abend!

  10. Mia
    22/08/2016 / 2:56 PM

    Ein sehr spezielles Thema, das mich persönlich auch seit ein paar Jahren belastet. Ich habe zum Glück keine Zöliaki, aber seit Jahren grosse Probleme mit meinem Darm. Da ich die Schmerzen irgendwann nicht mehr ertragen habe, bin ich letztes Jahr zum Arzt – Weizenunverträglichkeit, Kuhmilchunverträglichkeit und Sellerieallergie. Wurde dann für 4 Monate auf eine Radikaldiät gesetzt um meinen Körper zu „reinigen“ – ich muss nun auch auf Weizen verzichten und ich finde es immer schwierig „weizenfrei“ oder „glutenfrei“ zu lesen, denn meistens ist doch wieder was drin, was nicht rein soll. Am meisten ärgern ich die sogenannten „Dinkelnudeln“, die auf der Rückseite auf der Zutatenliste, dann doch zu über 60% aus Weizenmehl hergestellt wurden. Eine absolute Irreführung der Konsumenten.
    Ich habe auch eine Schilddrüsenunterfunktion, aber ich habe ehrlich gesagt noch keine grosse Veränderung festgestellt, aber vielleicht hab ich es einfach schon viel zu lange als dass sich kurzfristige Erfolge einstellen können.
    Finde es jedoch toll, dass es diese Aktion von Merkur gibt und man sich auch auf der Homepage vorab informieren kann. Werde es mal ausprobieren, wenn ich das nächste Mal nach Österreich komme.

    lg Mia

  11. Desiree
    24/09/2016 / 11:47 AM

    Liebe Nina!
    Toller beitrag.. und va interessant!! :) .. darf ich noch fragen wie du deinen matcha latte zubereitest ? bzw. welchen du da verwendest..? ich hab mich schon ein bissal durchgetestet aber noch nicht den richtigen gefunden….
    GlG, Desiree.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.