mein erstes Festival – Out of the Woods

Ich muss zugeben, dass ich nie wirklich ein Fan von Festivals war und ich hatte eigentlich auch nicht vor demnächst eines zu besuchen. Gute Musik, Campen, aus Dosen essen und mal dreckig werden  – alles kein Problem für mich und klingt ja auch nach einer Menge Spaß, aber ich bin einfach nicht der größte Fan von Menschenansammlungen und deshalb hat es auch 28 Jahre lang gedauert bis ich mich mal auf einem Festival blicken hab lassen. Viele meiner Freunde fahren jedes Jahr auf Festivals, aber ich hatte nie das Bedürfnis mitzufahren. Dieses Jahr ist irgendwie aber alles anders und so habe ich mich von der lieben Anna dazu überreden lassen doch noch Festival-Luft zu schnuppern. Vor einiger Zeit habe ich eine Einladung für das Out of the Woods Festival in Wiesen bekommen und sofort abgesagt, weil ich wusste, nein das ist einfach nichts für mich. Doch dann hat mir Anna von dem tollen Line-Up erzählt und gemeint, dass sie ja auch dort ist. Also habe ich nicht lange überlegt und meine Absage rückgängig gemacht  und mich auf das Abenteuer Festival eingelassen. Außerdem gibt es keine andere Person, mit der ich lieber auf mein erstes Festival gefahren wäre, als Anna.
Eigentlich wollte ich ja gar keinen Beitrag dazu schreiben und die Tage einfach nur genießen, doch ich hatte so eine unglaublich tolle Zeit, dass ich kurzerhand beschlossen habe, meine Gedanken doch aufzuschreiben und euch daran teilhaben zu lassen.

Das Out of the Woods fand dieses Jahr zum zweiten Mal statt und ist im Gegensatz zu allen anderen Festivals eher klein und entspannt. Bands wie Phoenix, Alt-J, Milky Chance, Nihils und Foals sorgten 3 Tage lang wir Stimmung und ich muss sagen es hätte wirklich kein besseres erstes Festival geben können. Irgendwie ist das Wochenende wie in einem Film an mir vorbeigezogen. Gute Musik, tolles Wetter, eine entspannte friedliche Stimmung und liebe Mädls – was will man mehr. Gemeinsam mit AnnaAlina und Kim habe ich die Tage in Wiesen verbracht und ich hätte mir keine coolere Mädlstruppe für mein erstes Festival wünschen können. Wir haben uns alle einfach so unglaublich gut verstanden und ich hatte so viel Spaß wie schon sehr lange nicht mehr. Als es dann am Sonntag wieder Richtung Wien ging war ich richtig wehmütig und am Montag hat mich dann so ein richtiges „Festival-Down“, wie ich es bezeichnen würde erwischt. Ich wollte einfach zurück und das ganze Wochenende nochmal erleben – es hat auch ein paar Tage gedauert, bis ich mich wieder in meinem Alltag zurecht gefunden habe und ich war richtig traurig, dass es vorbei war.

Auch die Organisation am Festival war echt super, soweit ich das beurteilen kann. Es gab eine große Auswahl an Food Trucks, damit man ja nicht verhungert, genügend Bars und es war auch echt alles sehr sauber. Normalerweise sammeln sich ja bei so Festivals doch Berge an Müll, aber jeder war sehr darauf bedacht alles sauber zu halten. Wir haben im Comfort Camping Bereich in einem Zelt übernachtet und auch hier hat alles super funktioniert. Es gab genügend Duschen und Klos und wir haben uns dort wirklich wohl gefühlt. Ja ich weiß, es war ein eher „luxuriöses“ Camping wenn man bedenkt, dass wir sogar Luftmatratzen und Bettwäsche hatten, aber ich muss schon sagen, dass ich sehr froh darüber war ein Zelt in diesem Bereich zu haben. So musste ich mich um nichts kümmern und konnte ganz unbeschwert auf mein erstes Festival fahren ohne mir großartig Gedanken machen zu müssen.

Mein erster Festival Besuch war also ein voller Erfolg und ich weiß, sollte das Out the Woods im nächsten Jahr nochmals stattfinden, bin ich auf jeden Fall wieder dort. Es hat einfach alles gepasst und ich schwelge immer noch gerne in Erinnerungen. An alle die noch nie auf einem Festival waren, tut es. Es ist wirklich ein richtig cooles Erlebnis und ich bin froh, dass ich mich überwunden und zugesagt habe. Dieses Wochenende werde ich auf jeden Fall niemals vergessen.
Heute geht es für mich übrigens gleich aufs nächste Festival und zwar fahre ich mit Kim für einen Tag aufs Frequency. Ich bin auf jedem Fall schon sehr gespannt wie so ein richtig großes Festival abläuft und freue mich auf einen netten Abend.

Da ich seit dem Out of the Woods nicht mehr genug von der Musik bekommen, weil es mich einfach so an diese tolle Zeit erinnert, habe ich meine Lieblingstracks alle in eine Playlist gepackt, die ich momentan wirklich auf und abspiele. Das Line-Up war wirklich der Hammer und seit diesem Festival bin ich ein richtiger Phoenix Fan geworden.

Danke an dieser Stelle an das Out of the woods festival die mich zu diesem tollen Wochenenden eingeladen habe.

10 Kommentare

  1. Johanna
    16/08/2017 / 12:39 PM

    Freut mich für dich, dass dir das Festival so gut gefallen hat.
    Ich hab schon viel Festivalerfahrung und hab dabei auch verschiedene Sachen ausprobiert, auch mal so ein Luxuscamping, und ich muss sagen, dass es mir echt leid tut für dich. Denn die besten Erfahrungen auf einem Festival hab ich am Campingplatz gemacht. Bei Regen mit den vorher unbekannten Nachbarn zusammensetzen und ein Bier trinken, irgendwer spielt Gitarre, und man erzählt sich gegenseitig Geschichten. Das ist richtiges Festivalfeeling.
    Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden, vielleicht traust du dich dann nächstes Jahr schon ins richtige Festivalleben :)

  2. 16/08/2017 / 12:49 PM

    ohh ich kann mich noch sehr gut an mein erstes Festival erinnern, da war ich gerade 17 ;)
    ich habe es geliebt mit Freunden dort zu sein und den Sommer zu feiern – und es war irgendwie doch immer mindestens einen Tag nass!
    heute fühle ich mich fast ein bisschen zu alt dafür … nicht unbedingt fürs Festival an sich, aber das Schlafen im Zelt und ohne vernünftiges Bad ;)

    finde ich cool, dass du so eine schöne Zeit hast!
    eine tolle Woche dir,
    ❤ Tina

  3. Sylvia
    16/08/2017 / 4:59 PM

    Da hab ich es absolut mit dir. Ich war in meinen 27 Jahre auch noch nie auf einem Festival – ausser ein paar Stunden Donauinselfest zählen?! Das sieht wirklich gemütlich aus! Ich finde eben auch die Müllberge, den Dreck und die Besoffenen immer so schlimm. Bei mir am Weg zur Arbeit ist jedes Jahr ein 3-tägiges Festival und ich sehe die Alk Leichen um 7 Morgens immer – da vergehts mir leider total. Die Deluxe Version find ich eine tolle Idee – das leisten sich die auch nicht die sich nur wegkippen wollen denk ich. :)

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at – Fotografieblog

  4. 16/08/2017 / 8:29 PM

    Woooow, das hört sich nach einem tollen Festival an! Ich war auch noch nie bei einem, aber wünsche es mir sooo sehr, ich hoffe, dass ich es mir bald erfülle. :) Vielleicht wird es ja gerade Out of the woods nächstes Jahr dann. ;) Auf jeden Fall sind es echt tolle Bilder geworden, du siehst sooo toll aus auf allen Bildern, haha, auch auf denen, auf denen du solche witzigen Grimassen machst.
    Liebe Grüße,
    Sandra

  5. 17/08/2017 / 12:08 AM

    Wie cool! Ich war bisher auch noch nie bei einem Festival… Vielleicht sollte ich das mal ändern. :D

  6. Lifestylebazar
    17/08/2017 / 10:12 AM

    Liebe Nina, ich bin auch nicht so der Festival Fan, aber einmal im Leben sollte man die Erfahrung doch gemacht haben :)

    Fotos sind toll geworden.

    Gruss, Nina / http://www.lifestyle-bazar.com

  7. 17/08/2017 / 3:39 PM

    Freut mich sehr das du eine coole Zeit dort hattest. :)
    So ein Festival ist schon ein tolles Erlebnis, das sich niemand entgehen lassen sollte. :D
    Das schlafen in Zelten muss man halt mögen, aber so oft macht man dass dann ja doch nicht und der Spaß überwiegt da definitiv. :)
    Liebste Grüße Tamara

  8. 21/08/2017 / 10:13 AM

    Sieht nach einem sehr coolen Festival aus auch wenn mir selbst das Camping auf dem „normalen“ Campingplatz etwas fehlt :-) Wir überlegen auch mal nach Österreich auf ein Festival zu gehen und dann ist es verdammt praktisch, wenn man sein Zelt und alles dort mieten kann.

  9. Feli
    26/08/2017 / 12:00 PM

    Die Fotos schaun auch alle traumhaft aus und ich glaub sofort, dass das im Comfort-Camping Bereich sehr angenehm war! Das Line-Up war ja anscheinend auch wirklich toll und es klingt vor allem sympathisch wenn ein Festival nicht soo riesig ist, weil – wie du ja eh schon gesagt hast – weniger Müll und Dreck entsteht und irgendwie wirklich noch die Musik im Vordergrund steht! Schön, dass du so ein tolles Wochenende hattest auf jeden Fall.
    Alles Liebe, Feli

  10. 06/09/2017 / 5:52 PM

    Festivals kann man sich mittlerweile ganz gut zurecht richten, je nachdem was man so mag/nicht mag. Ganz sympathisch find ich beispielsweise das Woodstockenboi am Weißensee (der schönste See in Kärnten). Aber auch am Rock im Park kann man viel Spaß haben.

    Grad letzte Woche in Wien einen Australier getroffen, den ich vor 8 Jahren in Nürnberg am Bahnhof kennen gelernt habe. Der schwärmt heute noch von unserem Speck/Ei Frühstück von damals ^^

    Den meisten Spaß hatten wir immer am Campingplatz bei irgendwelchen Spielen, da kann man dann schon mal auf den Headliner vergessen, für den man 150€ für das Ticket bezahlt hat!

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