Nachdem ich die letzten Tage des Jahres mit Fieber und allen Zuständen die zu einer Grippe dazugehören ans Bett gefesselt war, komme ich langsam aber doch wieder zu Kräften. Ich denke mein Körper wollte mir so knapp vorm neuen Jahr noch eine Lektion erteilen und sagen, dass es Zeit für eine kleine Pause wird. Ich muss gestehen, dass ich gar nicht genau weiß, wann ich das letzte Mal so viel Zeit am Stück zuhause verbracht habe. Auch wenn es mich schon wieder in den Zehen kribbelt und ich am liebsten durchstarten möchte, weiß ich, dass noch ein bisschen Ruhe geben und es langsam angehen sollte. In den letzten Tagen hatte ich also auch sehr viel Zeit mir Gedanken darüber zu machen, was ich mir vom neuen Jahr erwarte, was ich mir vornehmen bzw. was ich besser machen möchte.  Doch anstatt meine Vorsätze für das Jahr 2018 mit euch zu teilen, habe ich alle über Board geworfen und beschlossen, das neue Jahr ohne guter Vorsätze zu starten.

Jedes Jahr nehmen wir uns Dinge vor – gesünder Ernähren, mehr Sport, ordentlich sein und meistens halten diese Vorsätze wenn es gut geht nur ein paar Wochen an. Sobald der Zauber des Jahreswechsels und die Motivation verschwunden sind, verfallen wir wieder in alte Muster. Was ich persönlich ja nichts schlechtes finde, aber meiner Meinung nach nehmen wir uns zum Jahreswechsel immer viel zu viel vor.
Das soll jetzt auch nicht bedeutet, dass ich es nicht gut finde, wenn man Vorsätze hat. Nein ganz und gar nicht, aber ich bin der Meinung um bestimmte Dinge zu ändern, braucht es nicht unbedingt ein neues Jahr. Klar ist es vielleicht motivierend, wenn man sozusagen einen Neustart hat und von Null beginnt, doch meistens hat man ja gleich mehrere Vorsätze auf seiner Liste und konzentriert sich nicht nur auf eine Sache. Wenn man dann Dinge nicht einhält, ist das natürlich unheimlich demotivierend und auch nicht sehr hilfreich, um seine Ziele zu erreichen.

Mich haben diese Vorsätze doch immer ein bisschen unter Druck gesetzt. “Ich habe mir doch vorgenommen gesund zu essen, darf ich mir jetzt eine Pizza gönnen?” oder “Ich wollte doch im neuen Jahr noch mehr Sport machen, ist es jetzt ok, wenn ich heute mal faul bin?”

Man macht sich irgendwie durch zu viele Vorsätze auch selber ein schlechtes Gewissen und deshalb habe ich beschlossen, das neue Jahr ohne große Vorsätze zu starten. Ich möchte 2018 einfach die Dinge tun, die mich glücklich machen und die mir gut tun. Ganz unbeschwert und ohne viel Stress soll das Jahr beginnen und deshalb mach ich mir jetzt auch gar nicht zu viele Gedanken darüber was ich ändern möchte und lebe einfach. Ich muss sagen es tut ganz gut, nicht schon das ganze Jahr durchgeplant zu haben. Man wird sowieso sehen was 2018 für mich bereit hält und ich bin schon sehr gespannt welche Geschichten und Abenteuer auf mich warten. Deshalb werde ich einfach das tun auf was ich Lust habe. Was natürlich nicht bedeutet, dass ich keine Wünsche und Ziele habe, doch das ist ein anderes Thema.

An diese Stelle wollte ich mich außerdem für euer ganzes Feedback bedanken. Ihr habt mir mit euren Kommentaren ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und es freut mich sehr, dass meine persönlichen Beiträge so gut bei euch ankommen. Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet und habt den ersten Tag gut überstanden.