Es ist unglaublich wie viele Fragen ich in den letzten Monaten zu meinen Tattoos bekommen habe und auch wenn ich eigentlich gar nicht so recht weiß was ich euch erzählen soll, gehe ich eurem Wunsch nach. Lange habe ich überlegt wie ich diesen Beitrag aufbauen soll und habe mich schlussendlich dazu entschieden euch einfach zu erzählen wie es dazu gekommen ist, dass aus einem Tattoo plötzlich 11 geworden sind, welche Stellen weh tun und wo ich mir meine Inspirationen geholt habe. Welche Bedeutungen die einzelnen Tattoos haben lasse ich jetzt absichtlich aus.

Dieser Beitrag soll als Inspiration dienen und vielleicht habt ihr danach ja selber eine Idee für ein neues Tattoo, aber macht euer eigenes Ding. Ich finde es unglaublich toll, wenn man sich auf Pinterest, Instagram und Co. inspirieren lassen kann und ja auch ich hole mir von diesen Plattformen meine Ideen, aber man sollte dem ganzen trotzdem immer noch den eigenen Touch verleihen und eben nicht 1 zu 1 kopieren. Ist ja langweilig wenn man bei jedem zweiten die selben Palmen, oder Wellen oder sonst was sieht. Vor allem ist ein Tattoo doch etwas, was für die Ewigkeit bleibt und da sollte man keinen Trends nachlaufen. Ich finde Tattoos müssen jetzt nicht unbedingt eine große Bedeutung haben, aber es muss ja irgendeinen Grund dafür geben wieso man genau dieses Motiv wählt. Bei den meisten meiner Tattoos wusste ich schon vorher ungefähr was ich möchte und habe mir das auch länger durch den Kopf gehen lassen – Ich wollte sicher gehen, dass ich auch nichts bereue und es mir auch später noch gefällt.
Neben den genannten Plattformen lasse ich mich auch sehr gerne auf Reisen inspirieren und irgendwie hat sich das bei mir zu einer gewissen Tradition entwickelt. Immer wenn ich verreist bin, durfte als kleine Erinnerung ein Tattoo mit. Natürlich nicht bei jedem Trip, denn sonst hätte ich wahrscheinlich keine freie Stelle mehr, aber wenn ich einen besonderen Ort besuche und eine Idee habe, suche ich mir eigentlich immer gleich einen passenden Tattoo-Artist und mache mir einen Termin für den vorletzten oder letzten Tag.  Ich fand diese Idee irgendwie total nett und das sind auch kleine Andenken, die man dann auch mit tollen Erlebnissen von der jeweiligen Reise verbindet.

Doch fangen wir ganz am Anfang an. Das erste Tattoo hat nämlich gar nichts mit einer Reise zu tun und es gibt dazu auch eine ganz lustige Geschichte.

TATTOOS AT HOME 

“Katzen Tatzen”  an der Hüfte – Dieses Tattoo war mein erstes und ich habe es mir mit 19 Jahren in Wien stechen lassen. Da das jetzt doch schon über 10 Jahre her ist kann ich euch auch nicht mehr wirklich sagen wie das Studio damals geheißen hat. Ich wusste eigentlich schon ziemlich lange was ich haben möchte und nach langem hin und her habe ich mir dann einen Termin ausgemacht. Lustigerweise wäre ich aber fast wieder ohne Tattoo nachhause gegangen, denn ich hatte so große Angst. Der Tätowierer hat es dann aber doch noch geschafft mich zu überreden und so bin ich schlussendlich geblieben. Nach einem Schweißausbruch folgte ein ziemlicher Lachanfall, denn ich war unheimlich erleichtert, dass es eigentlich gar nicht so schlimm war und nicht weh tag. Die Stelle ist eigentlich nicht wirklich schmerzhaft. Nur das Ausfüllen und wenn man nahe am Knochen dran ist, ist etwas unangenehm, aber sonst wirklich halb so wild. Es gibt zu diesem Tattoo aber noch eine zweite Geschichte, denn eigentlich sind diese Katzen Tatzen eher Wolfspfoten. Ich wollte damals nämlich unbedingt Löwen Tatzen (Sternzeichen & Lieblingstier) haben und der Tätowierer hat mir unter anderem dieses Motiv gezeigt und ohne zu recherchieren ob es denn auch die richtigen sind, habe ich eingewilligt. Mir haben sie einfach unglaublich gut gefallen und drum habe ich hier auch nicht weiter nachgedacht, was sicher auch mit der Nervosität zusammenhing. Aufgefallen ist es bis jetzt noch keinem, dass ich die Wolfstatzen seit Jahren als Katzen Tatzen verkauft habe.

Welle – #Oceangirl: Die kleine Welle am Handgelenk ist dann erst 2 oder 3 Jahre später dazu gekommen. Ich wusste zwar schon ziemlich lange, dass ich unbedingt mal eine Welle haben möchte, aber dass es dann ganz spontan bei einem Blogger Event passieren würde, hätte ich nicht gedacht. Das coole an diesem Tattoo ist, dass es von der anderen Seite betrachtet aussieht wie ein Vogel, was ich sehr schön finde. Die Stelle war überhaupt nicht schmerzhaft und es hat auch nicht wirklich lange gedauert. Gestochen hat das Tattoo Monika von Happy Needls, ein wirklich gutes Studio in Wien, das ich nur empfehlen kann.

Vikings Zeichen & Affe – Auch diese 2 Tattoos auf der Außenseite meiner Handgelenke  sind bei einem Event letztes Jahr entstanden und von Happy Needls. Wie auch die Welle waren diese Tattoos nicht wirklich schmerzhaft. Der Affe war manchmal vielleicht ein bisschen unangenehm, weil man ausgefüllte Sachen immer ein bisschen mehr spürt. Erinnern kann ich mich an den Schmerz aber nicht, also kann es nicht so schlimm gewesen sein. Ja und as Vikingszeichen, die zwei “Pfeile” auf meinem linken Handgelenk, bedeutet übrigens Create your own Reality und muss früher oder später leider nachgestochen werden. Gut, dass es so klein ist.

TRAVELING – ja und dann hat das mit den Tattoos auf meinen Reisen begonnen.

Serendipity – bedeutet Finding something good without looking for it. Dieses Tattoo habe ich mir in Melbourne während meiner Australien-Reise stechen lassen. Auch diese Stelle ist eigentlich harmlos und außer ein bisschen pieksen tut hier nichts weh.  Ana die Tättowiererin habe ich über Instagram entdeckt und sie gleich mal bzgl. Termin angeschrieben. Ich habe schon zu Beginn der Reise angefragt und mir einen Termin für den letzten Tag ausgemacht. 4 Wochen in der Sonne mit einem neuen Tattoo ist nämlich nicht so klug.

Sonne – Ich mag zwar alle meine Tattoos sehr gerne, aber die Sonne ist eigentlich eines meiner liebsten Tattoos und das obwohl ich mir immer noch an den Kopf greifen muss, wenn ich daran denke wo ich es mir stechen hab lassen. Die Sonne war ein Mitbringsel aus Miami und ich habe sie mir in Wynwood in einem Studio, das sich als Penthouse herausgestellt hat, stechen lassen. Auch Karry habe ich über Instagram entdeckt und glücklicherweise noch einen Termin ergattert. Sie war zwar nicht wirklich gesprächig, das Tattoo innerhalb von 2 Minuten fertig und ich 180$ ärmer, aber ich bin trotzdem super happy mit dem Ergebnis. Man kann zwar nicht so viel falsch machen bei einem Kreis und ein paar Strichen, aber es ist sehr zart gestochen und das mag ich besonders gerne. Da gibt man gerne so viel Geld aus, auch wenn es eigentlich in keiner Relation steht, aber ja Amerika halt.

Tobis Tatzen – Mit diesem Tattoo hat eigentlich alles begonnen, es war nämlich das erste, das ich mir im Ausland stechen hab lassen und zwar in Berlin. Lustigerweise habe ich auch Rachael über Instagram gefunden und mich sofort in ihre Arbeit verliebt. Ich hatte nur 1 Tag in Berlin und eigentlich nicht wirklich viel Zeit, glücklicherweise hatte sie genau in meinem freien Zeitfenster (ich war nämlich für ein Event in Berlin) einen Slot frei und so bin ich gleich nach meiner Ankunft am Flughafen hingefahren. Die Stelle ist schon ein bisschen schmerzhafter als die anderen, aber mit Zähne zusammenbeißen geht das ohne Probleme. Die Pfoten sind übrigens wirklich die von Tobi, nur ein bisschen verkleinert. Ich habe den Abdruck einfach mit Fingerfarben gemacht, eingescannt und fertig. Zu ihr würde ich übrigens jederzeit wieder gehen und wer weiß vielleicht statte ich ihr ja nochmal einen Besuch ab.

Stern – Der kleine Stern am Finger steht für keep your head in the stars and your feet on the ground und ist in Bali entstanden. Ich muss sagen dieses Mini Tattoo war mit Abstand das schmerzhafteste und  leider kann man auch nicht sagen ob es verschwimmt bzw. wie lange es hält – die Finger sind halt immer so eine Sache. Bis jetzt sieht es noch sehr gut aus und ich bin sehr happy damit. Ich habe es mir in Bali bei Babayaga Tattoo stechen lassen. Der Artist heißt Fedor und ist wirklich gut. Leider spricht er  nur gebrochen Englisch, was die ganze Sache ein bisschen schwerer macht. Schlussendlich habe ich dann aber wirklich das bekommen was ich wollte und ich habe mir immerhin gleich 4 Tattoos machen lassen, was ja auch für das Studio spricht.

GPS Koordinaten – Auch dieses Tattoo habe ich mir bei Babayaga auf Bali stechen lassen. Es sind die GPS Koordinaten von Bali/Canggu und ich bin so happy damit, weil es genau so zart geworden ist wie ich es wollte.

4 Elemente – Welle  – Tattoo Nummer 3 aus Bali, wurde von Artist Fedor selbst entworfen und stellt die 4 Elemente, Feuer, Wasser, Luft und Erde da. Auch dieses Tattoo wollte ich ganz fein haben und ich bin immer noch fasziniert darüber wie dünn es geworden ist. Mir wurde gesagt, dass diese Stelle etwas schmerzhaft ist und deshalb hatte ich ein wenig Angst. Im Endeffekt hat es aber dann gar nicht wehgetan.

Wild – Ja und das letzte Tattoo aus Bali, war dann doch auch relativ schmerzhaft. Man hält es zwar aus und es tut nicht so weh wie am Finger, aber ich muss schon sagen, angenehm war es nicht.

Viajante – Dieses Tattoo ist mein vorübergehend letztes und ich habe es mir in Costa Rica stechen lassen. Viajante heißt Reisende auf Spanisch und auch dazu gibt es eine lustige Geschichte. Es ist nämlich am EF Campus im Bett des Tättowierers, der  auch für EF gearbeitet hat, gestochen worden. Klingt schräg, war es auch ein bisschen. Vor allem hat der werte Herr kein Wort Englisch gesprochen und ich war froh, dass ich Unterstützung von zwei Mädls hatte, die mir alles übersetzt haben. Es war aber trotzdem alles sehr sauber und überhaupt nicht bedenklich, sonst hätte ich es wahrscheinlich nicht gemacht. Ja und das Ergebnis kann sich sehen lassen und auch mit diesem Tattoo bin ich sehr zufrieden.

Piercings  – Ohren

Last but not Least, noch ein paar Worte zu meinen Piercings, da ich auch hierzu sehr viele Fragen bekommen habe. Eigentlich sind nur meine Ohren gepierct und erst im letzten Jahr sind hier mehr Löcher dazugekommen. Ich habe mir sowohl das Tragus, das Helix und auch die Ohrlöcher (bis auf die ersten 2, die habe ich seit ich ein Kind bin) Bei Rattle Snake stechen lassen. Das tolle dort ist nämlich man braucht keinen Termin und kann auch spontan hingehen. Beim ersten Mal wurde das Tragus und die 2 Helix übereinander gestochen und ich war sehr zufrieden mit meinem Besuch. Trotzdem kann ich jedem nur raten, lasst euch immer nur eines nach dem andere und nicht gleich mehrere an einem Tag stechen. Ich war nämlich zu diesem Zeitpunkt angeschlagen und nach meinem Piercing-Termin bin ich über eine Woche mit Fieber und allen Zuständen im Bett gelegen, weil es anscheinend einfach zu viel für meinen Körper war. Also lieber nicht so ungeduldig sein und eines nach dem anderen. Schmerzhaft war eigentlich keines dieser Piercing nur das Geräusch beim Tragus ist etwas ekelhaft – die Nadel geht halt doch direkt durch den Knorpel. Ein paar Monate später habe ich mir dann rechts noch ein zweites und drittes Loch stechen lassen, wobei ich leider glaube, dass Loch Nummer 3 ein bisschen schief gestochen wurde. Ist jetzt nicht weiter schlimm und man muss dazu sagen ich habe wirklich Mini-Ohren, aber eigentlich sollte das nicht passieren.

Achja und abschließend noch ein Fun Fact, ich hatte sogar mal ein Zungenpiercing, jedoch habe ich das nach ein paar Tagen wieder entfernt, weil es mir doch nicht gefallen hat. Bzw. habe ich meiner Mama zu Fleiß gemacht (ja ja die Nina war manchmal ein Rebell). Ich wollte nämlich immer ein Bauchnabelpiercing und meine liebe Mama hat es mir (gott sei Dank) nicht erlaubt und gemeint, du kannst gerne eines haben wenn du 18 bin. Tja dann war ich volljährig und wollte keines mehr und dachte mir, naja irgendwas musst du dir jetzt schon durchstechen lassen – also wurde es die Zunge. Die Mama hat nur gesagt, naja wenn du meinst und es dir gefällt. Eine Woche später war es auch schon wieder draußen und Gott sei Dank ist es sehr schnell wieder zugewachsen. Ja dumme Aktion, aber das gehört zum Teenie sein dazu, stimmt’s.

Achja die zwei Ringe auf diesem Foto sind nur Fake und von Anna Inspiring Jewellery. Sie halten bombenfest und ich gebe sie eigentlich nie raus.