Eine halbe Ewigkeit nehme ich mir schon vor, dass ich endlich Beiträge über meine ganzen Wanderungen schreibe, doch bis jetzt habe ich das ganz gut hinausgezögert – wieso auch immer. Da ich aber immer wieder Fragen dazu bekomme, wo ich wandern gehe, welche Touren ich besonders schön und empfehlenswert finde und wo man auch mal den Vierbeiner einpacken kann, starte ich heute mal mit dieser neuen Reihe.  Im letzten Jahr habe ich doch sehr viel Zeit in den Bergen verbracht unzählige Fotos gemacht und auch die eine oder andere lustige Geschichte parat  – es wäre also wirklich schade, wenn ich all das nicht mit euch teilen würde. Den Anfang macht die Wanderung zum großen Sonnleitstein, die ich vor einiger Zeit mit der lieben Anna bei der ärgsten Hitze gemacht habe.

Schwierigkeit: Mittel
Strecke: 11 km
Höhenmeter: 900 hm
Dauer: 3:30 h
Hundetauglich: Ja, wenn fit & trittfest
Ausgangspunkt: Hinternaßwald
Hütte: Nein

Die Hitze der letzten Wochen war ja doch eher unerträglich und wenn man nicht einfach nur am See oder in einem Schwimmbad chillen, sondern sich ein bisschen bewegen möchte, gibt es nichts besseres als in die Berge zu fliehen. Meistens ist es dort nämlich doch ein bisschen kühler und man kann den warmen Sommertag in der Natur genießen. Deshalb habe ich vor kurzem mit der liebe Anna beschlossen, aus der Stadt zu fliehen und mal wieder eine gemeinsame Tour zu machen. Anfangs wussten wir nicht so recht wohin wir fahren sollen, aber nachdem ich Wanderprofi Sabrina um Rat gefragt habe, ging es auf den großen Sonnleitstein. Eine wirklich tolle Wanderung und der doch recht anstrengende Aufstieg lohnt sich, denn man wird mit einem wunderschönen Blick auf den Schneeberg und die Rax belohnt. Ganz wichtig ist jedoch, dass man genügend Wasser mitnimmt, denn am Weg gibt es außer einem kleinen Bach nicht wirklich eine Möglichkeit seine Flasche aufzufüllen.

Der Ausgangspunkt unserer Wanderung war Hinternasswald, ein kleiner Ort irgendwo im nirgendwo. Nicht einmal mein Navi hat dieses kleine Dorf gefunden, aber Google Maps lässt einem hier Gott sei Dank nicht im Stich. Einfach bis ans Ende der Ortschaft fahren und schon gelangt man zu einem Parkplatz, wo die Wanderung losgehen kann. Der große Sonnleitstein ist eigentlich gut angeschrieben und man kann sich eigentlich fast nicht verlaufen. Also fast, denn wenn man nur am schnattern ist, kann es schon mal passieren, dass man einen kleinen Umweg auf sich nehmen muss.Wir sind zuerst ganz gemütlich auf einer Forststrasse entlanggelaufen, bevor wir nach rechts Richtung Franz-Jonas Steig abgebogen sind. Der Weg führt durch den Wald und es gibt Passagen, wo wir uns nicht mehr ganz sicher waren, ob wir denn auch wirklich noch auf Kurs sind. Links und rechts war richtig viel Gestrüpp und eine lange Hose wäre wirklich von Vorteil gewesen. Der Großteil der Wanderung führt durch den Wald  ist doch ziemlich steil, aber auf jeden Fall machbar. Achtung, der Franz-Jonas Steig quert eine Forststrasse auf der ihr nicht weitergeht. Man muss hier gerade weiter durch den Wald bis man zu einer Abzweigung Richtung Ameiswiese gelangt. Damit ihr auf den Gipfel kommt, müsst ihr hier einfach nach rechts weiter gehen und den markierten Weg folgen. Als wir dann komplett verschwitzt endlich oben waren, konnte ich meinen Augen nicht trauen – der Ausblick ist wirklich atemberaubend und der doch sehr anstrengende Aufstieg war sofort vergessen. Ich habe zu diesem Zeitpunkt gerade eine 3tägige Saftkur gemacht, was in Kombi mit dieser Wanderung vielleicht nicht die beste Idee war, aber trotzdem bin ich in einem Stück oben angekommen.

Retour sind wir dann wieder bis zur besagten Abzweigung und dann über die Ameiswiese gegangen. Auch dieser Weg wird von der Forststrasse, von der man sich nicht irritieren lassen sollte gequert. Es folgt wieder viel Wald&Gestrüpp, bis man nachdem man bei einer kleinen Jagdhütte vorbei spaziert, endlich auf der Forststrasse Richtung Parkplatz Hinternasswald weitergeht.

Insgesamt waren wir 5 Stunden unterwegs, wobei wir für die Wanderung selber nur 3 Stunden und 30 Minuten gebraucht haben. Auf Grund der Hitze mussten wir zwischendurch doch immer wieder mal kleine Pausen eingelegen. Ja und gegen Ende durfte ich auch noch Tobi suchen, der im Wald mal wieder etwas gewittert hat. Ich persönlich würde die Wanderung als mittel einstufen und Anfängern würde ich diese Wanderung eventuell nicht gleich zu Beginn empfehlen, aber wenn man halbwegs fit ist, ist sie auf jeden Fall machbar. Das gilt sowohl für Mensch als auch Hund. Tobi hat mich wie so oft begleitet und ist ohne Probleme ans Ziel gekommen. Wichtig ist nur, dass man auch für den Vierbeiner genügend Wasser dabei hat.

Sehr hilfreich war für mich auch die Bergfex App. Die Beschilderung ist zwar recht gut, aber wenn man so wie ich nicht gerade den besten Orientierungssinn hat, kann diese App nicht schaden. Ich persönlich tracke meine Wanderungen auch immer, weil ich es total interessant finde zu sehen, wie lange ich unterwegs war und wie viele Höhenmeter man so gemacht hat. Hier findet ihr die Route (inkl. kurzem Umweg) die ich gegangen bin.

Schuhe – Salewa WS Wildfire || Hemd – Asos || Shorts – Nike || Rucksack – Tatonka || Bandana – Asos  (ähnliches HIER)