Spenden – Dogs of Sri Lanka

Der nächste Sri Lanka Beitrag ist ein etwas anderer, denn ich möchte euch heute ein bisschen etwas über die Situation der Straßenhunde auf Sri Lanka erzählen. Auch wenn ich meinen Urlaub sehr genossen habe, dieses Thema hat die Reise doch ab und zu getrübt. Deshalb möchte ich einige interessante Informationen mit euch teilen, berichten wie ich es selber erlebt bzw. wahrgenommen habe und wie diesen Tieren vor Ort geholfen wird.

Als ich beschlossen habe diesem wichtigen Thema einen Blogpost zu widmen ist mir auch eine wirklich gute Idee gekommen, die ich gerne dieses Jahr hier auf berriesandpassion.com umsetzen möchte. Ich spende zwar das ganze Jahr über immer wieder und habe auch einen Dauerauftrag, aber ich möchte das Thema etwas Gutes Tun, auch gerne hier ein bisschen thematisieren. Deshalb habe ich beschlossen, dass ich mir einmal im Quartal ein neues Projekt aussuche, für das ich nicht nur Spenden, sondern das ich euch auch näher vorstellen möchte. Menschen, Tiere, Umwelt – es gibt einfach so vieles wo Hilfe benötigt wird und deshalb möchte ich meine Reichweite auch vermehrt für solche Dinge nutzen.

guter Zweck! – Helfen leicht gemacht

Ganz toll finde ich auch die Seite guter Zweck, denn oft möchte man etwas Gutes tun, weiß aber nicht so recht wofür bzw. an welche Organisation man spenden soll. Deshalb hat Clemens diese Plattform ins Leben gerufen, wo viele Organisationen in Kategorien unterteilt wurden und man sich so viel leichter tut eine Entscheidung zu treffen. Eine wirklich tolle Sache, die unterstützt und geteilt gehört. 

Dogs of Sri Lanka

Wenn man an Sri Lanka denkt kommen einem sofort Dinge wie Sonne, Strand, Meer, gutes Essen und Wellen in den Sinn. Doch man vergisst dabei ganz, dass auf dieser paradiesischen Insel täglich Millionen Hunde ums überleben kämpfen – Für die einen Urlaubsdestination Nummer 1, für die anderen die Hölle auf Erden.

Ich wusste natürlich schon vor meiner Reise, dass es dieses Problem gibt, aber nie hätte ich gedacht, dass die Situation vor Ort mich so mitnehmen wird. Zu Beginn hatte ich zwar nicht wirklich das Gefühl, dass es den Hunden auf Sri Lanka so schlecht geht. Immer wieder sah ich gut genährte Vierbeiner, die von Einheimischen oder anderen Urlaubern gefüttert und gestreichelt wurden. Die meisten sahen sehr gesund aus und waren unheimlich zutraulich. Ich war sogar sehr überrascht wie nett die Singhalesen mit den Hunden umgingen. Von anderen Ländern wie zum Beispiel in Griechenland war ich einfach anderes gewohnt und im Vergleich wurde hier doch sehr auf die vielen Streuner geachtet. Doch umso mehr wir uns vom Meer bzw. von der touristischen Gegend entfernten, änderte sich die Situation. Rund um den Adams Peak oder auch in Ella, sah ich immer mehr abgemagerte, kranke und vor allem sehr scheue Hunde. Teilweise wurden sie auch verjagt und man konnte einfach fühlen, das die Vierbeiner Fehl am Platz waren. Wenn ich so etwas sehe blutet mein Herz. 

Egal wo ich war, meine Essensreste wurden eingepackt und an die hungrigen Vierbeiner gefüttert. Jedes Mal ging mir das Herz auf, wenn sich einer der Hunde richtig an mich schmiegte und meine Streicheleinheiten genoss. Die Hunde die an Menschen gewohnt sind und denen nichts schlimmes widerfahren ist, sind einfach so unheimlich dankbar und das konnte man einfach richtig spüren.

Da das Thema Straßenhunde mich immer schon sehr mitgenommen und beschäftigt hat, habe ich in meiner Zeit auf Sri Lanka sehr viel gelesen und mich darüber informiert was vor Ort getan wird und wie man helfen kann. Als wir am Weg zum Strand waren viel mir das erste Mal ein Tuk Tuk mit der Aufschrift Dog Care Klinik auf. Ich las unzählige Artikel und nachdem ich las, dass man die Klinik auch besuchen und sich selber ein Bild machen kann, beschloss ich einfach mal vorbeizufahren.  Vor Ort erfuhr ich dann noch mehr über die Hunde von Sri Lanka. 

Es ist ein Teufelskreis!

Mittlerweile gibt es mehr als 3 Millionen Straßenhunde auf Sri Lanka. Viele leiden an Krankheiten, schleppen sich teilweise mit nicht behandelten Verletzungen durch die Gegend, sind von Parasiten befallen und haben Hunger. Das größte Problem auf der Insel sind mit Sicherheit die vielen unkastrierten Hündinnen die mehrmals im Jahr Welpen bekommen und deren Nachwuchs dann sehr oft vor Tempeln, Krankenhäusern oder einfach am Straßenrand in Kartons oder Plastiktüten ausgesetzt und sich selber überlassen werden. Die Überlebenschancen für diese kleinen Vierbeiner ist ziemlich gering. Eine Tatsache die mir sofort Tränen in die Augen drückt.

Das Bewusstsein der Einheimischen gegenüber Tieren ist leider noch sehr eingeschränkt und es wird viel Aufklärungsarbeit geleistet. So gelten braune weibliche Hunde zum Beispiel als unrein und haben es meistens am schwersten. Für viele Singhalesen ist der Hund ein reines Werkzeug und es wird keine emotionale Bindung zum Tier aufgebaut. Die Hunde werden als Alarmanlage angeschafft. Mir wurde auch erzählt, dass sich viele Einheimische dann doch lieber einen (meist schlecht) gezüchteten Rassehund als Statussymbol anschaffen, denn das bedeutet auch das man nicht zu den Ärmsten gehört.

Der Umgang vieler Menschen mit den Hunden lässt zu Wünschen übrig und auch die Religion spielt hier eine sehr große Rolle. Der Buddhismus ist gegen die Kastration von Tieren und so ist es ein reiner Teufelskreis. Denn die Hunde vermehren sich rasant und werden als Plage angesehen. 
Da die buddhistische Religion das Töten der Hunde aber verbietet, werden sie ausgesetzt in der Hoffnung, dass sie etwas zum Überleben finden. Das ist auch der Grund wieso es vor allem an den Tempelanlagen sehr viele Hunde, aber auch Katzen gibt. 

Aus sehr vielen Gründen ist die Situation der Straßenhunde auf Sri Lanka katastrophal. In manchen Gebieten ist es besser als in anderen, aber nur durch Aufklärung der Bevölkerung und auch durch Maßnahmen wie Kastrationen kann sich die Situation bessern. Mittlerweile gibt es einige tolle Organisationen vor Ort die sich diesem schweren Thema gewidmet haben und die großartige Arbeit leisten. Dazu gehört auch die Dog Care Klinik, die nicht nur versuchen durch Kastrationprogramme die MAssen zu reduzieren, sondern auch die Bevölkerung unterstützen und so den Hunden und Menschen helfen. 

Der Besuch in der Dog Care Klinik hat mich wirklich beeindruckt und es war unglaublich interessant einen Einblick zu bekommen und zu sehen vor für das gespendete Geld verwendet wird. 

DOG CARE CLINIC 

Die Dog Care Klinik wurde vor über 10 Jahren von Marina Möbius gegründet, die nach einem Urlaub in Sri Lanka entsetzt über die Situation der vielen Straßenhunde war. Sie ließ sich medizinisch ausbilden, kaufte ein Grundstück und eröffnete 2017 die Dog Care Klinik im Süden der Insel. Seither setzt sie sich dafür ein die Situation der Straßen-und Besitzerhunde zu verbessern. Ihr Ziel is es das Elend der Hunde zu bekämpfen und langfristig ist dies nur möglich wenn man das Übel an der Wurzel packt und die Tiere kastriert. 365 Tage im Jahr werden in der Dog Care Klinik Kastrationen durchgeführt und die Tiere geimpft um sowohl die Tiere und auch Menschen vor tödlich ansteckenden Krankheiten zu schützen. Täglich machen sich die Fahrer auf den Weg um die Streuner einzufangen. Nach der Kastration werden sie markiert (Ein Stück vom Ohr abgeschnitten, damit man weiß welche Hunde und wieder freigelassen. Denn die Hunde sind es gewohnt auf der Strasse zu leben. 
Wenn man Hunde von der Straße „rettet“, sollte man immer auch im Auge haben ob diese Hunde auch gerettet werden wollen. Es gibt sehr viel Leid in Sri Lanka, doch es gibt auch sehr viele Hunde, denen es sehr gut geht, sie haben zwar keinen Besitzer, aber trotzdem „ihre Menschen“ die sie füttern. Sie verbringen den Tag am Strand, spielen mit anderen Hund und genießen die Freiheit. Zu diesem Thema habe ich auch einen sehr interessanten Artikel über den Unterschied zwischen Straßenhund und Streuner gelesen, den ich gerne mit euch teilen möchte. 

Es wird sich aber nicht nur um Streuner gekümmert, sondern auch die Tiere der Einheimischen behandelt und das sogar kostenlos. Ausgesetzte Welpen werden aufgepäppelt und anschließend an einheimische Familien weitervermittelt. Familien die Hunde bei sich aufnehmen, werden als Dankeschön mit Medikamenten, Lebensmittel, Futter für die Hunde und auch Schulmaterialien für die Kinder versorgt. Auch die Behandlungen in der Klinik bleiben kostenlos. Alle vermittelten Hunde werden regelmässig besucht um auch zu kontrollieren ob es ihnen gut geht und sie gut behandelt werden. Eine weitere Sache die ich sehr gut finde ist, dass die Hunde nicht ins Ausland vermittelt werden. Man versucht die Situation vor Ort in den Griff zu bekommen, die Menschen immer mehr aufzuklären und die Hunde auf der Straße zu versorgen. 

Doch was passiert mit alten, kranken oder behinderten Hunden? Auch um die wird sich liebevoll gekümmert und sie können auf dem großen Gelände ein schönes Leben verbringen. Fortuna zum Beispiel kam blind und mit zwei Nasen auf die Welt und wurde als Welpe in der Klinik abgegeben. Sie hatte großes Glück und lebt seitdem am Geländer der Klinik und ich kann euch sagen, ich habe noch nie einen lieberen Hund gesehen. Sie war unglaublich neugierig und verschmust und es war schön zu sehen wie gut es den Hunden dort geht. 

DCC 50+ Programm 

Die Doc Care Klinik setzt sich aber nicht nur für die Hunde ein, sondern auch die Menschen liegen ihnen am Herzen und so wurde das 50+ Programm ins Leben gerufen. Hier werden ausgewachsenen Hunde an ältere Einheimische vermittelt, die sich um die Tiere kümmern. Als Dankeschön erhalten sie eine kleine Rente. So wird sowohl dem Mensch als auch dem Tier geholfen und auch ältere Generationen werden aufgeklärt. 

In der Dog Care Klinik wird wirklich großartige Arbeit geleistet und es war wirklich toll hinter die Kulissen zu blicken. Das Leid der Hunde in Sri Lanka ist groß und es ist wirklich traurig, doch es ist toll zu sehen, dass immer mehr getan wird und dass es so viele großartige Menschen gibt die sich für die Tiere einsetzen und versuchen ihnen zu helfen. Aus diesem Grund habe ich auch dieses Projekt für das erste Quartal gewählt und werde die Dog Care Clinic ein weiteres Mal unterstützen. 

Wenn auch ihr helfen wollt, könnt ihr das hier machen. Auch wenn man das Leid nicht von heute auf morgen beenden kann. Jeder kleinste Schritt und jeder Cent zählt. 

5 Kommentare

  1. Nina
    30/03/2019 / 2:38 PM

    Toller sehr berührender Post.

  2. Helga
    01/04/2019 / 5:31 AM

    sehr schön geschrieben 💞

  3. 01/04/2019 / 11:45 AM

    Wenn ich die Bilder ansehe, kommen mir sofort die Tränen, ich kann einfach keine Lebewesen, ehrlich gesagt vor allem Tiere, leiden sehen und deshalb finde ich deinen Beitrag einfach nur grandios und freue mich so sehr, dass du deine Reichweite auch in Zukunft dafür nutzen willst, Gutes zu tun bzw. Menschen dazu zu animieren, über den Tellerrand hinauszusehen. Dafür danke ich dir wirklich von Herzen. Ich wünsche dir eine fabelhafte neue Woche, alles Liebe aus Graz, x S.Mirli
    https://www.mirlime.at

  4. 02/04/2019 / 8:27 AM

    Wow, vielen Dank für die Einblicke in diesem Blogpost. Es ist echt schrecklich wie vieleTiere leiden müssen. Umso wichtiger ist es, dass es so tolle Zentren gibt in denen sich um die Hunde gekümmert wird. Ich finde die Idee übrigens super, dass du in Zukunft mehr Projekte vorstellen willst. Bin schon sehr gespannt darauf!
    Liebe Grüße, Christine
    https://uponmylife.de/

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