Surfing Sri Lanka

Weiter geht es mit tropischen Content aus Sri Lanka und zwar dreht sich alles ums Surfen. Unglaublich wie viele Nachrichten und Fragen mich zu diesem Thema erreicht haben und deshalb wurde kurzerhand beschlossen, ein Blogpost muss her. Eines vorweg ich bin selber kein Surfprofi und kenn mich nicht zu 100% aus, aber ich dachte mir vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen, wenn ich hier alle wichtigen Infos zusammentrage und euch erzähle wie ich es so erlebt habe. Der Hauptgrund wieso wir uns für Sri Lanka entschieden haben war eigentlich das Surfen. Seit ich auf Bali und auch auf Mauritius war und gesehen habe wie schön es ist in warmen Gebieten zu surfen, muss es für mich einmal im Jahr irgendwo hingehen wo ich ohne Probleme auch im Bikini ins Wasser gehen kann. Ja und so wurde es im Dezember dann also Sri Lanka.

Saison – Wo? Wann?

Das schöne an Sri Lanka ist, dass man eigentlich das ganze Jahr über ganz gut surfen kann. Es kommt aber immer darauf an wo man genau ist. Von November bis April ist die Süd-Westküste perfekt, denn es ist trocken und man hat eigentlich immer gut Wellen. Wir waren Ende Dezember und Januar und hätten uns eigentlich so gut wie jeden Tag mit dem Brett in die Fluten stürzen können. Klar an manchen Tagen ist es besser als an anderen, aber das ist überall so und wer surfen gehen will, muss doch immer ein bisschen flexibel sein. Uns hat man gesagt dass es vor allem im November in der Gegend um Hikkaduwa sehr gut sein soll. Und unser Surf Guide aus Ahangama, meinte sogar dass es bis in den Mai hinein Wellen gibt. 

Ja und von Juni bis September geht es dann in Arugam Bay weiter. Wobei es in den Sommermonaten schon sehr voll werden kann. Hierzu kann ich selber nicht viel sagen, da wir auf dieser Seite der Insel nicht waren. 

Auch für Anfänger geeignet?

Ganz oft wurde ich gefragt, ob ich Sri Lanka auch für Anfänger empfehlen würde und das kann ich zu 100% mit Ja beantworten. Klar gibt es einige tricky Spots, doch die meidet man als Anfänger sowieso. Bzgl. Surfcamps kann ich euch leider nicht weiterhelfen, da wir auf eigene Faust unterwegs waren. Doch in der Gegend um Ahangama/Midigama gibt es einige Camps bzw. auch Shops die zum Beispiel Stunden oder Guidings anbieten. Ja und wenn ihr einfach mal probieren wollt, dann ab nach Welligama mit euch. Dort gibt es einen großen Beachbreak, wo man sich für wenige Euro einfach mal ein Brett ausleihen und auch nur im Weißwasser spielen kann. Von Hikkaduwa runter bis Mirissa und weiter. Beach oder Riff. Anfänger oder Fortgeschritten. Hier kommt jeder auf seine Kosten. Ja und das beste, das Wasser ist so warm, dass man den Neoprenanzug ohne Probleme zuhause lassen kann. 

Transport

Nimmt man das eigene Surfbrett mit? Ja oder Nein? Das ist immer so eine Sache und jedes Mal aufs Neue erstelle ich eine Pro und Kontra Liste und überlege, ob ich mir das wirklich antue. Da mein Board das letzte Mal auf Bali so wirklich Verwendung war und wir glücklicherweise mit Etihad Airways geflogen sind, wo man Surfbretter (bis zu einer gewissen Größe) gratis transportieren kann, habe ich beschlossen das „Risiko“ einzugehen und es mitzunehmen. Natürlich ist es unkomplizierter wenn man sich einfach vor Ort ein Brett ausleiht, denn man hat nicht so viel zu tragen und man muss keine Angst haben, dass beim Flug etwas passiert. Da ich aber nicht wusste wie die Shops ausgestattet sind und ich mich mit meinem eigenen Brett einfach unglaublich wohl fühle, wurde es gut verpackt und durfte mit. Ich musste es bei Etihad Airways nichtmal vorher anmelden. Solange es eine bestimmte Größe und die Freigepäcksgrenze nicht überschreitet, ist es total unkompliziert. Alle Infos dazu findet ihr hier

Damit das Brett den Flug gut übersteht wurde es mit Luftpolsterfolie und Karton verpackt, in eine Surfsocke gesteckt und dann ins Surfbag gepackt. Ich hatte echt Angst und war übervorsichtig, denn dieses Brett habe ich mir in Bali gekauft und es hat irgendwie eine ganz besondere Bedeutung für mich. Es hat bis auf eine ganz kleine Delle (mein Herz hat geblutet) die nicht weiter schlimm war den Flug gut überstanden. 

Vor Ort waren wir dann eigentlich immer mit dem Tuk Tuk unterwegs und die haben uns auch mit Surfboard ohne Probleme mitgenommen. Zur Sicherheit hatten wir noch Spanngurte dabei, wobei ganz viele Fahrer sowieso welche hatten. Ja und wenn wir dann alleine zum Strand sind, habe ich mir das Brett einfach unter den Arm geklemmt und dann ging es auch schon los und die Spots wurden gecheckt. Leider gibt es auf Sri Lanka noch nicht wirklich Mopeds mit Surfrags, was ein bisschen mühsam ist, aber wie sagt man so schön Not macht erfinderisch. 

Surfspots – Südwestküste

Hikkaduwa: Hier gibt es einige Spots mit Wellen für Beginner bis Fortgeschritten. Da dieser Ort aber sehr beliebt bei Touristen ist und sehr viel angeboten wird, ist hier meistens sehr viel los. Nicht nur am Land sondern auch im Wasser. Wir waren kurz vor Weihnachten in Hikkaduwa und es war eigentlich relativ ruhig und wir hatten nicht wirklich das Gefühl, dass dieser Ort überlaufen ist. Im Wasser war trotzdem einiges los, aber es war überschaubar. Es gibt hier sowohl einen Beach- als auch Reefbreak. Wir haben direkt beim Hauptspot im Mountain Wave  Hotel gewohnt, was natürlich sehr praktisch war. Raus aus dem Bett und hinein ins Wasser.  Spots: Main Point | Beachbreak 

Ahangama: Hier haben wir die meiste Zeit unserer Reise verbracht, weil es uns einfach unheimlich gut gefallen hat und es auch einige Spots gibt, die nicht so überlaufen sind. Die Spots um Ahangama sind wahrscheinlich eher für jene die schon mal am Surfbrett gestanden sind, aber zum Beispiel in Kabalana kann man auch als Anfänger sein Glück versuchen. Spots: Devil Island. The Rock, Gas Station, South Beach 

Midigama: Auch Midigama hat mir persönlich sehr gut gefallen, weil die Strände und auch die Spots nicht so extrem überfüllt waren. Hier handelt es sich aber nur um Reebreaks die eher für Fortgeschrittene geeignet sind. Also wenn man noch nicht auf einem Brett gestanden ist, würde ich diese Gegend eher nicht empfehlen. Es gibt hier nämlich auch einige Spots (z.B. Rams) die etwas tricky sind und auch mein Po durfte einmal so richtig schön das Riff küssen. Was dann doch ein bisschen schmerzhaft war. Wenn man aber schon Erfahrung mit Riffwellen hat, go for it. Vor allem Lazy Left und Right sind wirklich cool und man kommt auch ganz easy raus ins Line Up.  Spots: Lazy Left, Lazy Right, Rams, Coconuts, Planations 

Weligama: Der Ort selber war mir persönlich zu touristisch, aber der lange Beachbreak ist super um wieder Gefühl für die Welle zu bekommen und der perfekte Spot für Anfänger und auch Longboarder. Weligama ist wirklich gut besucht und vor allem am Strand tummeln sich die Touristen. Ein Surfboardverleih neben dem nächsten und ja das merkt man dann natürlich auch im Wasser. Da der Strand aber 2 Kilometer lang ist kann man den Massen aber eigentlich ganz gut ausweichen und es verteilt sich schön. Für alle die schon ein bisschen mehr Ausdauer beim Paddeln haben, kann ich Fishermans ans Herz legen. Der Spot ist etwas versteckt hinterm Hafen und man muss doch etwas länger paddeln bis man das Line Up erreicht, aber wenn man mal dort ist will man gar nicht mehr weg. Die Welle kommt richtig schön soft und es macht richtig viel Spaß. Es ist zwar auch immer was los, aber im Vergleich zu anderen Spots ist es hier doch ruhiger. Spots: Beachbreak, Taprobane, Fisherman’s

Mirissa: Ein Reefbreak den ich nur vom Strand aus beobachtet habe, da entweder gar keine Welle oder ich dann doch etwas unsicher war. Dieser Spot ist auf jeden Fall eher für Fortgeschrittene aber auch für sichere Anfänger geeignet. Nur der Einstieg auf Grund von Fels, Riff und vielen Seeigeln ist etwas tricky und man sollte sich das vorher schon genau ansehen. wo man rein und raus geht. Mirissa zählt zu den schönsten Stränden an der Küste und auch wenn man selber keine Wellen reitet, zahlt es sich aus einen Stopp einzulegen und den Surfern zuzuschauen Spots: Mirissa Right & Mirissa Left

HiriketyiaLast But not Least haben wir noch einen Halt in Hiriketyia eingelegt. Dieser Ort wurde uns von vielen Seiten vor allem wegen der kleinen Riffwelle wärmstens empfohlen und ja die Bucht ist wirklich traumhaft und auf der linken Seite hat man eine Welle die richtig schön soft kommt und richtig viel Spaß macht. Jedoch gibt es ein Problem und zwar sind das die vielen Menschen mit denen man sich diesen kleinen Point Break teilen muss. Die Take Off Area ist doch sehr klein und man muss regelrecht um die Wellen kämpfen. So schön es dort auch ist, mit so vielen Menschen im Wasser macht es einfach nur halb so viel Spaß. Alternativ gibt es noch einen Beach Break in der Bucht, jedoch ist auch hier einige los. Zum Beginnen ist es aber perfekt. 

Es gibt in der Gegend um Tangalle angeblich noch ein paar coole Spots und auch Matara und rund um Unuwatuna soll es ganz gut sein. Darüber kann ich selber nicht viel sagen, aber ich dachte es schadet nicht, wenn ich diese Orte zum Schluss noch kurz anführe. Sehr hilfreich ist übrigens die Magic Seaweed App, auch wenn leider noch nicht alle Spots eingezeichnet sind, kann man hier den Forecast etwas beobachten. 

Meinen Beitrag über unsere Route, die Anreise und Kosten findet ihr übrigens hier. 

4 Kommentare

  1. Helga
    09/04/2019 / 2:35 PM

    Die Fotos sind wiedermal super gut gelungen .

  2. 10/04/2019 / 7:07 AM

    Was für ein wunderschöner Blogpost. Wenn ich surfen könnte würde ich wahrscheinlich gleich meine nächste Reise buchen. Als Wellen-Angsthase schau ich mir aber auch mega gern den Surfern einfach nur vom Strand aus zu.
    Liebe Grüße, Christine
    https://uponmylife.de/

  3. 10/04/2019 / 8:19 AM

    Wow, was für ein toller Beitrag! <3 Und die Photos sind ja der Hammer!
    Ich will diesen Winter unbedingt auf Bali und das erste Mal dort surfen probieren, ich glaube dass es sicher toll ist und man dann nie genug davon bekommt, wenn man einmal angefangen hat.
    Liebe Grüße, Sandra

  4. Anne
    10/04/2019 / 10:04 AM

    Danke für den Beitrag :)

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